1922:

 

Unter den Jungmännern der Gemeinde Winzer, wurde der Wunsch laut, einen Schützenverein zu gründen. Von Benedikt Strobel wurde der Ortslehrer Hans Kapfer gebeten, die Gründung des Vereins vorzunehmen. Am 31. Januar 1922 versammelte sich die interessierte Jugend in der Brauerei Goßner zu einer Vorbesprechung. Nachdem sich die Anwesenden diesem Plan zugeneigt zeigten wurde am 03. Februar 1922 eine Gründungsversammlung einberufen und der Schützenverein Winzer gegründet. Die erste Vorstandschaft bestand aus:

 

1. Schützenmeister Hans Kapfer

 

2. Schützenmeister Josef Ried

 

Schriftführer und Kassierer Hermann Hörtrich

 

Die weiteren Mitglieder waren: Benedikt Strobel, Blasius Goßner jun., Hans Fäßler, Georg Strobel, Josef Goßner, Jakob Drexler, Balthasar Goßner, Xaver Lachenmayer, Anton Strobel, Franz Weißenhorner, Josef Müller, Xaver Wiedemann, Blasius Goßner sen., Pius Lochbrunner, Johann Zellhuber und Alois Ried.

 

Am Gründungstag zählte der Verein 19 Mitglieder. Bis zum Schlußschießen erhöhte sich diese Zahl auf 37. Am 04. Februar 1922 kaufte der Verein bei Simon Rieß, Krumbach einen Zimmerstutzen um 1.600 Mark. Bürgermeister Leonhard Strobel lieh dem Verein diesen Betrag, wofür er zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Schon am 19. Februar konnte der Verein 800 Mark, die durch freiwillige Spenden aufgebracht wurden, zurückbezahlen. Eine Schachtel Munition kostete damals 60 bis 100 Mark. An Ostern 1922 wurde der Verein schuldenfrei. Vereinslokal war die Brauerei Gossner, wo jeden Donnerstag geschossen wurde. Der Schießstand wurde von Josef Ried und Hermann Hörtrich unentgeltlich überlassen. Am 16. Februar fand das Eröffnungsschießen statt. von da an wurden an jedem Schießabend zwei Scheiben ausgeschossen.

 

 

 

Zu Beginn des 2. Schießjahres kostete eine Schachtel Munition bereits 1200 bis 2000 Mark.

 

 

 

In den folgenden Jahren beteiligte sich der Verein recht rege an den Schießveranstaltungen des damaligen Schützgengaues 44.

 

 

 

1934:

 

In diesem Jahr kam der Schießbetrieb durch die Gleichschaltung der Sportvereine in der Nationalsozialistischen Zeit zum Erliegen. Das in der Kasse befindliche Geld wurde in alkoholische Getränke umgesetzt. Damit war das recht harmonische Vereinsleben zum erliegen gekommen.

 

 

 

1950/51:

 

Nach einer, durch den 2. Weltkrieg und die nachfolgenden, unter den Einwirkungen des Krieges stehenden Jahre, entstand im Jahre 1950 wieder der Wunsch einen Schützenverein ins Leben zu rufen. So wurde am 07. Januar 1951 eine Gründungsversammlung anberaumt. Bei dieser wurde folgende Vorstandschaft gewählt:

 

1. Vorstand und Schützenmeister Michael König

 

2. Schützenmeister Jakob Drexler

 

Kassier Josef Michel

 

Schriftführer Joachim Guster

 

Beisitzer Leonhard Strobel und Josef Michler

 

Die weiteren Gründungsmitglieder: Michael König, Josef Kindlar, Alfons Schmid, Xaver Lachenmayer, Anton Kugler, Timotheus Lochbrunner, Xaver Wassermann, Josef Michler, Franz Blum, Josef Michel, Georg Bartenschlager, Erwin Weißenhorner, Friedrich Hafranke, Leonhard Strobel, Georg Auer, Julius Polednieck, Alfred Goßner, Adolf Winter, Hermann Lachenmayer, Rudolf Frank, Anton Werner, Leonhard Strobel, Jakob Drexler, Alois Zellhuber, Hans Fäßler, Johann Wiedemann, Joachim Gutser, Franz Weißenhorner, Josef Goßner, Michael Glatzmeier, Fritz Kriener, Georg Bogner, Richard Bisle, Konrad Bisle, Josef Ried und Luitpold Kriener

 

In diesem Schießjahr vom 07. Januar 1951 bis zum 12. Mai 1951 wurden zehn Schießabende abgehalten. Am 1. Mai fand ein Maitanz statt, an dem Einnahmen von 161,22 DM erzielt wurden. Es wurde auch ein Maibaum aufgestellt, der einen Erlöß von 53,10 DM einbrachte.